Warum wir weiterkämpfen 

Heutzutage kann sicherlich fast niemand mehr behaupten, dass ihm das große Tierelend in südlichen Ländern verborgen geblieben ist oder er noch nie etwas von Stierkampf, Jagd, Galgos etc. gehört hat. Nun kann man Tiere lieben oder nicht, aber darum geht es schon lange nicht mehr, sondern darum, ihnen angesichts des himmelschreienden Unrechts, das ihnen tagtäglich angetan wird, Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, da die Grausamkeit wirklich keine Grenzen kennt. So kämpfen wir an der Costa Brava seit fast 2 Jahrzehnten gegen die unglaubliche Gleichgültigkeit, damit Tiere wenigstens als lebende und somit fühlende Wesen respektiert werden.

Tragisch auch, wenn man bedenkt, dass man dabei leicht selber zum Opfer wird, gibt man doch immer alles und kann trotzdem niemals alle retten. Doch selbst unsere ganzen persönlichen Entbehrungen sind nichts im Vergleich zu dem unendlichen Leid der Tiere, denn für sie ist jeden Tag Krieg: Eingesperrt oder angekettet, alleingelassen und vernachlässigt, missbraucht und misshandelt, am Ende oft gar erhängt….. Oder ausgesetzt, streunend, hungernd, krank, gehasst, verfolgt, gequält, verletzt und getötet (Gift, Säure, Steine, Fallen ….) oder ungewollte Welpen ertränkt, erschlagen oder lebend in Müllcontainer geworfen ………

Wir praktizieren die Kastration an Katzen und Hunden – soweit es unsere Mittel erlauben, denn das meiste Elend wird ja erst durch die unkontrollierte Vermehrung verursacht. Trotzdem konnten wir bisher keine Wunder vollbringen, weil wir weder die Möglichkeiten zur Lösung aller Probleme hatten, noch konnten wir die ganze Arbeit alleine tun und dann auch noch alles selber finanzieren, dennoch haben wir trotz pausenloser Rückschläge nie ganz aufgegeben und haben niemals aufgehört im Kleinen das zu tun, was wir im Großen mit IHRER HILFE erreichen könnten, denn an Engagement und Ideen hat es uns noch nie gefehlt, aber angesichts der großen Not vor Ort hat es uns immer in der Seele weh getan, sie nicht umsetzen zu können. So haben wir unbeschreibliches Leid mit ansehen müssen, nur weil es uns an Hilfe fehlte und schreckliche Ungerechtigkeiten, die so nie hätten passieren dürfen, einfach hinnehmen müssen, weil wir zu Wenige waren – entsetzliche Bilder, die sich für den Rest unseres Lebens „in unser Gehirn eingebrannt“ haben, uns bis heute verfolgen und uns noch immer hilflos, ja sogar schuldig fühlen lassen….

So ist es eigentlich nicht weiter verwunderlich, dass im Lauf der ganzen Jahre nur die Wenigsten dabeigeblieben sind, denn all dies ist nur schwer zu verkraften. Trotzdem hat sich mit der Zeit ein „harter Kern“ aus ehemaligen „Einzelkämpfern“ gebildet, der (immer noch) gewillt ist, den täglichen Überlebenskampf auf sich zu nehmen, auch in unserem Verein hat sich nach und nach eine „Handvoll“ Leute herauskristallisiert, die bis über ihre persönlichen Grenzen hinaus alles geben, um den spanischen Tieren von Deutschland aus zu helfen, und mehr wert sind als 50 andere, von denen wir leider außer leeren Versprechungen nie mehr etwas gehört haben…..

Allen, die schon geholfen haben, danken wir herzlich für ihr Vertrauen! Wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass wir – Menschen, Tiere, Pflanzen, ja unser ganzer (ehemals) schöner Planet – die so genannte „Apokalypse“ schon lange (er)leben und dass wir nur noch 2 Möglichkeiten haben, entweder zu resignieren oder aber Hilfe zu leisten, dazwischen gibt es für uns nichts mehr. Wir haben uns für letzteres entschieden, jeder einzelne von uns für sich alleine und alle zusammen, weil wir nicht tatenlos zusehen wollen und einfach nicht anders können, denn wir glauben natürlich, dass auch Tiere eine Seele haben.

Was noch alles kommen wird, weiß niemand, aber wir sind sicher, dass am Ende die Liebe siegen wird!